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33 Einträge gefunden (Datenstand: 2025-06-30 16:05:00)

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Seite 1 von 2

Familienname: Bachmann  בכמן
Mädchenname Model
Vornamen: Sabine  סבינה
Geboren: 26.4.1860 Fürth
Vater: Samuel  שמואל
Mutter: Helene „Lena", geb. Ullmeier  הלנה לנה
Ehepartner: Samuel  שמואל
Wohnung: Alexanderstr. 296 (1860, 1862), Blumenstr. 50 (1862, 1888); München (1888, 1941)
Deportiert: 1941 unbekanntes Ziel
Gestorben: Konzentrationslager – verschollen  
Biographisches: Sabine war das dritte der vier Kinder ihrer Eltern. Der Vater (Neuburg/Donau 11.4.1811–9.12.1903 München) war Spezerei- und Hopfenhändler, zuletzt Privatier. Die Familie der Mutter (Fürth 4.5.1823–19.1.1909 München) hieß bis zur Matrikelzeit Ullmann. Die Models zogen 1888 nach München, wo Sabine den Kaufmann Samuel Bachmann von München heiratete. Sie wurde ohne Ehemann deportiert, d.h. sie war entweder geschieden oder verwitwet. – Im Mai 2020 neu aufgenommen, noch nicht auf den Gedenktafeln hinzugefügt.
Status: Shoah-Opfer
Quellen: Nürnberg, Staatsarchiv: Geburtsegister. - Familienbogen Model. - Fürth, Stadtarchiv: Adressbuch 1859. - GB 2020. - Biographisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945. München 2003 (nicht genannt).
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Familienname: Boll  בול
Mädchenname Meyer
Vornamen: Sofie  סופי
Geboren: 18.7.1866 Fürth
Vater: Elkan  אלקן
Mutter: Johanna, geb. Zederholz  יוהנה
Ehepartner: Josef  יוסף
Wohnung: Nürnberg (1866, 1870); Augsburg (1870); Köln (1943)
Gestorben: 23.1.1943 Köln = 17. Shevat 703  י״ז שבט תש״ג
Todesursache: Suizid
Biographisches: Der Vater (* 26.9.1842 Fürth) war Kaufmann. Er und die Mutter (* 16.8.1844 Fürth) stammten aus generationenlang in Fürth ansässigen Familien. Sie heirateten am 6.8.1865 in Pfersee und lebten danach in Nürnberg, zogen 1870 nach Augsburg, wo sie 1905 noch wohnten. Sofie war ihr erstes Kind, die Mutter kam offenbar nur zu ihrer Geburt nach Fürth. Sofie und der Kaufmann Josef Boll aus Gaulsheim/Hessen heirateten Ende November 1892, lebten aber nicht hier. In der Kölner Opferdatei wird das Ehepaar Boll nicht genannt.
Status: Shoah-Opfer
Quellen: Nürnberg, Staatsarchiv: Geburtsregister JM 98. - https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/.
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Familienname: Buchner  בוכנר
Mädchenname Steinberger
Vornamen: Mina  מינה
Geboren: 19.2.1873 Hünfeld/Hessen
Vater: Mendel  מנדל
Mutter: Klara, geb. Adler [NF VII.44]  קלרה
Ehepartner: Isidor Israel  ישראל איזידור
Wohnung: Hünfeld (1873); Königstr. 63 (1874, 1876), Maxstr. 3 (1877, 1879), Pfisterstr. 3 (1879, 1881), Marienstr. 13 (1893, 1895), Maxstr. 2 (1899, 1902), Marienstr. 34 (1902), Marienstr. 8 (1935, 1938), Schwabacher Str. 28 (1938, 1939)
Abgeschoben: 28.10.1938 Bielsko/Polen; 5.8.1939 Polen – verschollen
Biographisches: Der Vater (* 2.3.1835 Hünfeld–11.9.1890 München, Krankenhaus links der Isar) kam am 25.3.1874 mit seiner Frau (Geroldshausen 3.7.1844–3.4.1932 Fürth) und dem bis dahin einzigen Kind Mina nach Fürth. 1876 handelte er mit Woll- und Weißwaren, ab 1897 war er Hopfeneinkäufer. Mina besuchte 1897 die höhere Töchterschule (jetzt Helene-Lange-Gymnasium), sie und der Herrenschneider Isidor Buchner heirateten am 11.3.1902 in Fürth. Nachdem die Nazis Isidor Buchner als unerwünschtem Ausländer Aufenthaltsverbot erteilt hatten, wurde das Ehepaar am 28.10.1938 „von Amts wegen in der Polenaktion“ nach Bielsko in Polen abgeschoben. Obwohl gegen sie am 29.6.1939 noch einmal ein Aufenthaltsverbot verhängt worden war, kamen sie am 10.7.1939 wieder nach Fürth, Schwabacher Straße 28. Daraufhin wurden beide am 5.8.1939 erneut ausgewiesen. Nach dem Einmarsch der Deutschen sollen alle jüdischen Bewohner von Bielsko an einem Tag erschossen worden sein. Isaak Steinberger (* 27.10.1882 Hünfeld), der am 9.12.1941 von Fulda nach Riga deportiert wurde, war vermutlich ihr Bruder. – Im August 2019 neu aufgenommen, noch nicht auf den Gedenktafeln hinzugefügt.
Status: Shoah-Opfer
Quellen: Fürth, Standesamt: Heiratsregister. - Fürth, Stadtarchiv: Familienbogen Steinberger u. Bucher. - Fürth, Stadtarchiv: Meldekartei der jüdischen Einwohner (1924 separiert). - Fürth, Stadtarchiv: Liste der Gestapo über die Fürther Juden. - https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/ (nicht genannt).
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Familienname: Chameides  חמיידס
Mädchenname Königshöfer
Vornamen: Gertrude „Trude“ Gietel  גיטל גרטרודה
Geboren: 29.9.1904 Fürth
Vater: Isaak  יצחק
Mutter: Martha Miriam, geb. Altmann  מרים מרתה
Ehepartner: Kalman  קלמן
Wohnung: Maxstr. 5 II (1904, 1909), Marienstr. 6 I (1909, 1931); Kattowitz (1935, 1942)
Deportiert: 1942? Ghetto Lwow
Gestorben: 1942/43 Lwow? – verschollen  
Biographisches: Trude war eine Enkelin des Fürther Waisenhausdirektors Dr. Moshe Jona Königshöfer (Welbhausen 10.4.1840–28.6.1894 Fürth), dessen Grab [AF w858] im alten jüd. Friedhof zerstört, der Grabstein wieder aufgestellt wurde. Ihr Vater (* 3.8.1870 Fürth) war Kaufmann und mit seinen Brüdern Meier und Samuel Inhaber der 1895 gegründeten Leder- und Wollegroßhandlung Gebr. Königshöfer, Friedrichstraße 20, die sich zuletzt in der Pegnitzstraße 10 befand. Er und Martha Altmann (* 12.1.1876 Kattowitz) heirateten am 18.5.1899 in ihrer Geburtsstadt. Martha Königshöfer erhielt im März 1917 das König-Ludwig-Kreuz verliehen. Gertrud, das vierte ihrer sechs Kinder, ließ sich am 25.9.1922 einen Reisepass ausstellen. Als die Familie zwischen 1931 und 1935 nach Kattowitz zog, war sie noch ledig. Frau Chameides war später Hausfrau, sie hatte zwei Kinder. Während der Nazizeit musste sie im Ghetto Lwow leben. Ihr Sohn Leon reichte 1999 aus den USA, ihre Schwester Betty Glück 1956 aus Israel, und ihre Schwester Charlotte Holzmann aus Jerusalem reichten Gedenkblätter bei Yad Vashem für sie ein. – Im August 2019 neu aufgenommen, noch nicht auf den Gedenktafeln hinzugefügt.
Status: Shoah-Opfer
Quellen: Fürth, Standesamt: Geburtsregister 1904.1734. - http://www.yadvashem.org/wps/PA The Central Database of Shoah Victims’ Names: Gedenkblätter. - Fürth, Stadtarchiv: Familienbogen Königshöfer. - Adressbücher 1926/27, 1931. - https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/ (nicht genannt).
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Familienname: Dessauer  דסאור
Mädchenname Feistmann
Vornamen: Bertha  ברטה
Geboren: 16.2.1859 Fürth
Vater: Moritz Moses [AF w938]  משה מוריץ
Mutter: Emilie, geb. Cohn [AF w937]  אמיליה
Ehepartner: Karl  קרל
Wohnung: Weinstr. 301 (1859), Lerchenstr. 44 = Gebhardtstr. 44 (1879); Nürnberg, Gleisbühlstr. 13 (1891, 1895); Augsburg, Kaiserstr. 49 (1942)
Abgeschoben: 28.10.1938 Bielsko/Polen; 5.8.1939 Polen – verschollen
Gestorben: 28.7.1942 Augsburg = 14. Adar 702  י״ד אדר תש״ב
Todesursache: Suizid
Biographisches: Berta war die jüngste der drei Töchter ihrer Eltern. Der Vater (Sulzbach 18.12.1818–5.6.1891 Fürth) war 1859 als Kaufmann Teilhaber der Kaffeesurrogatfabrik Julius Cohn. Er war auch 1876–1881 Magistrasrat und 1885 Vorstand der Kultusgemeinde. Die verwitwete Mutter (Fürth 3.8.1831–18.5.1895 Nürnberg) zog im Oktober 1891 nach Nürnberg. Berta und der Kaufmann Karl Dessauer (Bruck 6.11.1846–8.5.1918 Augsburg) heirateten 1879. Die am 17.2.1883 geborene Tochter Grete starb als Grete Tuchmann am 2.5.1936. Die am 6.12.1885 geborene Tochter Luise starb ledig am 21.10.1918. Berta Dessauer lebte 1942 mit ihren Schwestern Clementine und Ida Heymann zusammen in einem Haushalt. Alle drei nahmen sich innerhalb weniger Tage vor der drohenden Deportation das Leben.Sie sind im jüdischen Friedhof Augsburg bestattet. – Im August 2011 neu aufgenommen, noch nicht auf den Gedenktafeln hinzugefügt.
Status: Shoah-Opfer
Quellen: Nürnberg, Staatsarchiv: Geburtsregister. - Fürth, Standesamt: Heiratsregister. - https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/. - pers. Mitt. Rolf Hofmann. - http://www.yadvashem.org/wps/PA The Central Database of Shoah Victims’ Names: Gedenkblatt 1968 u. 1977 mit Foto von Enkel Ernst Tuchmann, New York.
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Familienname: Ebert  אברט
Mädchenname Wolf
Vornamen: Ida  אידה
Geboren: 10.11.1871 Ahlen/Württemberg
Vater: Jakob  יעקב
Mutter: Bertha, geb. Rosengart, in Ulm  ברטה
Ehepartner: Heinrich [NF VII.189-190]  היינריך
Wohnung: Ahlen (1871); Rosenstr. 11 (1894, 1900), Alexanderstr. 28 (1900, 1903), Hornschuchprom. 2 (1903, 1929), Hornschuchprom. 17 (1929, 1939); Stuttgart (1939); Baisingen (1942)
Gestorben: 19.8.1942 Baisingen = 6. Elul 702   ו אלול תש״ב
Todesursache: Suizid
Biographisches: Ida Wolf und der „kgl. Amtsrichter“ Heinrich Ebert (Fürth 8.2.1864–1.10.1937 Fürth) heirateten am 10./11.9.1894 in Fürth. Frau Ebert erhielt im Januar 1917 das König-Ludwig-Kreuz verliehen. Sie meldete sich am 28.3.1939 nach Stuttgart ab. 1942 war es nicht möglich, sie zur Bestattung nach Fürth zu bringen, das für sie reservierte Grab neben dem ihres Ehemannes blieb leer. Frau Ebert gilt als Fürther Opfer, weil sie die längste Zeit ihres Lebens hier verbracht hat. – Im August 2019 neu aufgenommen, noch nicht auf den Gedenktafeln hinzugefügt.
Status: Shoah-Opfer
Quellen: Fürth, Standesamt: Heiratsregister 1894.320. - Fürth, Stadtarchiv: Familienbogen Ebert. - https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/ (fälschlich * in Ulm).
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Familienname: Ellinger  אלינגר
Vornamen: Josef Aaron  יוסף אהרון
Geboren: 24.4.1899 Fürth
Vater: Benzion [NF VII.195]  בנציון
Mutter: Ida Edel, geb. Levi [NF VII.196]  אדל אידה
Wohnung: Mathildenstr. 26 (1899, 1903), Ottostr. 17 (1903); Berlin (1939)
Deportiert: 19.9.1939 Gefängnis Berlin-Weissensee
Gestorben: 7.3.1942 Gefängnis Berlin-Weissensee = 19. Adar 702  י״ט אדר תש״ב
Todesursache: Misshandlungen im Gefängnis
Biographisches: Der Vater (Niederstetten 16.2.1863–23.7.1938 Fürth) war seit 1882 Haupt- und Religionslehrer an der Isr. Bürgerschule Fürth. Josef Ellinger zog vor 1933 aus Fürth weg. Auch sein Bruder Juda Arie sowie die Schwestern Bella Ellinger und Kehla Jacobi wurden Opfer der Shoah. – Im August 2019 neu aufgenommen, noch nicht auf den Gedenktafeln hinzugefügt.
Status: Shoah-Opfer
Quellen: Fürth, Standesamt: Geburtsregister. - Fürth, Stadtarchiv: Familienbogen (Eltern). - Berlin-Weissensee, Standesamt: Sterberegister 1942.336. - https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/ (nicht genannt).
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Familienname: Epstein  אפשטיין
Mädchenname Dörmaul
Vornamen: Dina  דינה
Geboren: 13.3.1868 Fürth
Vater: Josef [AF w201]  יוסף
Mutter: Marianne, geb. Osterberg [AF w200]  מריאנה
Ehepartner: Karl  קרל
Wohnung: Hirschenstr. 6 (1868, 1872), Hirschenstr. 27 (1889) = 20 (1894); Falkenau (1917); Prag XII, Reifstr. 23 (1942)
Deportiert: 16.7.1942 Theresienstadt
Gestorben: 5.8.1942 Theresienstadt = 22. Av 702  כ״ב אב תש״ב
Todesursache: Herzfehler (vitium cordis decomp.), Herzschwäche (Insuf. cordis)
Biographisches: Der Vater (Zirndorf 19.9.1819–4.9.1894 Fürth) war in den 1850er Jahren Inhaber einer Spiegelglasfabrik mit dem Werk in Schwarzeneck/Opf., die Mutter (Fürth 19.8.1831–25.1.1917 Fürth) war aus 1. Ehe verwitwet Waldvogel. Dina Dörmaul und Karl Epstein (Teplitz 5.8.1866–23.7.1942 Theresienstadt) heirateten am 10.7.1894. Das Ehepaar wurde gemeinsam mit Transport AAr-10/11 nach Theresienstadt deportiert. Ihre Tochter Alice (* 16.8.1903) und ihr Ehemann Vilem Rudinger (* 18.3.1896) wurden am 17.12.1941 mit Transport N-926/9277 von Prag nach Theresienstadt deportiert, Alice am 6.10.1944 von dort mit Transport Eo-94 nach Auschwitz. – Im August 2019 neu aufgenommen, noch nicht auf den Gedenktafeln hinzugefügt.
Status: Shoah-Opfer
Quellen: Nürnberg, Staatsarchiv: Geburtsregister. - Fürth, Standesamt: Heiratsregister. - Terezin http://www.holocaust.cz/cz/: Todesfallanzeige. - https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/ (nicht genannt).
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Familienname: Frank  פרנק
Vornamen: Elise  אליזה
Geboren: 7.2.1863 Fürth
Vater: Sigmund Seligmann [AF w536]  זליגמן זיגמונד
Mutter: Regine, geb. Hechinger [AF w535]  רגינה
Familienstand: ledig
Wohnung: Bahnhofstr. 21 (1863) = Königswarterstr. 14 (1890); Heil- u. Pflegeanstalt Erlangen (1890, 1917); Pflegeanstalt Lauterhofen (1940)
Deportiert: 14.9.1940 Eglfing-Haar; 20.9.1940 Tötungsanstalt Hartheim b. Linz
Gestorben: 20.9.1940 Hartheim = 17. Elul 700  י״ז אלול ת״ש
Todesursache: „Euthanasie"
Biographisches: Elise war das zweite von zehn Kindern des Schnittwarengroßhändlers, später Zigarrenfabrikanten Sigmund Frank (Maßbach 12.6.1824–8.2.1890 Fürth) und seiner Frau (Fürth 25.10.1837–21.6.1917 Fürth). Elise musste seit 1890 in der Heil- u. Pflegeanstalt Erlangen betreut werden. Sie wurde mit 11 weiteren Fürthern, darunter ihre ledigen Schwestern Doris und Helene in einer „Euthanasie-Aktion“ getötet. – Im August 2019 neu aufgenommen, noch nicht auf den Gedenktafeln hinzugefügt.
Status: Shoah-Opfer
Quellen: Nürnberg, Staatsarchiv: Geburtsregister. - Fürth, Stadtarchiv: Familienbogen. - https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/.
Perma-Link: Permalink kopieren https://juedisch-in-fuerth.repositorium.gf-franken.de/de/personen.html?permaLink=fue01121


Familienname: Friedfeld  פרידפלד
Mädchenname Strauß
Vornamen: Klara  קלרה
Geboren: 7.5.1874 Fürth
Vater: Philipp Pfeifer  פפייפר פיליפ
Mutter: Ernestine, geb. Heller  ארנסטינה
Familienstand: Witwe?
Ehepartner: Isaak?  יצחק?
Wohnung: Moststr. 22 (1874); Wien 1, Wiesingerstr. 1 (1941)
Deportiert: 3.12.1941 Riga – verschollen
Biographisches: Der Vater (* 11.11.1842 Oberlauringen) war Kaufmann. Er und die Mutter (* 8.3.1849 Forchheim) heirateten am 5.11.1872 in Fürth, Klara war ihre erste Tochter. Die Familie Strauß zog bald fort, unbekannt wohin. Klaras Geburtseintrag wurde am 4.11.1942 (!) der Zwangsvorname beigeschrieben, aber kein Ehename. In Fürth starb 1924 Regina [NF VIII.3], die Frau des Isaak Friedfeld (Jezierna/Galizien 24.5.1865–21.10.1939 KZ Buchenwald), der von Wien deportiert wurde – war Klara die 2. Ehefrau des Witwers? – Im Mai 2020 neu aufgenommen, noch nicht auf den Gedenktafeln hinzugefügt.
Status: Shoah-Opfer
Quellen: Nürnberg, Staatsarchiv: Geburtsregister JM99. - Fürth, Stadtarchiv: Familienbogen nur Isaak u. Regina, an Fürth 1906. - Wien, Dokumentionsarchiv des österreichischen Widerstandes (irrtümlich Friedenfeld). - http://www.yadvashem.org/wps/PA The Central Database of Shoah Victims’ Names (irrtümlich Friedenfeld).
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Familienname: Gutmann  גוטמן
Mädchenname Haas
Vornamen: Erna  ארנה
Geboren: 22.1.1890 Fürth
Vater: Meier Markus [NF XIVb.49a]  מאיר מרכוס
Mutter: Klara, geb. Reichmann [NF XIVb.50]  קלרה
Ehepartner: Felix  פליקס
Wohnung: Schwabacher Str. 26 (1890, 1892); Offenbach (1893); Königswarterstr. 56 (1896), Pickertstr. 4 (1902, 1913); Bad Kissingen, Kurhausstr. 16b (1913), Bad Kissingen (1942)
Deportiert: 25.4.1942 Krasnystaw – verschollen
Biographisches: Der Vater (Bracht b. Düsseldorf 6.4.1851–11.10.1925 Fürth) und die Mutter (Fürth 13.1.1856–14.10.1936 Fürth) heirateten am 7.5.1882. Der Vater war Kaufmann, zuletzt Versicherungsinspektor. Erna und der Kaufmann Felix Gutmann (* 29.6.1876 Bad Kissingen) heirateten am 6.6.1913 und lebten danach in Bad Kissingen. Erna musste den Zwangsvornamen annehmen. Ihr Mann wurde vom 16.–20.11.1938 in Dachau inhaftiert, das Paar wurde gemeinsam deportiert, beide wurden für tot erklärt. – Im August 2019 neu aufgenommen, noch nicht auf den Gedenktafeln hinzugefügt.
Status: Shoah-Opfer
Quellen: Fürth, Standesamt: Geburtsregister. - https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/ (Erna Lucie u. Felix).
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Familienname: Hellmann  הלמן
Mädchenname Uhlmann
Vornamen: Betty  בטי
Geboren: 22.9.1865 Fürth
Vater: Sigmund [AF]  זיגמונד
Mutter: Emma, geb. Rosenfeld [AF s044]  אמה
Ehepartner: Max  מקס
Wohnung: Moststr. 13 (1865, 1867), Königstr. 100 (1869, 1870), Königswarterstr. 20 (1885, 1887); Würzburg (1887), Ludwigstr. 31 (1890, 1905); Fürth (1905, 1937); Luxemburg (1937)
Deportiert: 11.1941 Fünfbrunnen, Trois Vierges/Luxemburg
Gestorben: 14.1.1942 Fünfbrunnen = 25. Tevet 702  כ״ה טבת תש״ב
Todesursache: Entkräftung = Suizid
Biographisches: Der Vater (Uehlfeld 16.4.1831–12.1.1907 Nürnberg) war Hopfenhändler, er zog mit seiner Frau (Uehlfeld 14.5.1839–1.2.1904 Fürth) nach Fürth, wo er ab 1853 seine Hopfenhandlung in der damaligen Nürnberger Landstraße 289 betrieb. Betty war das fünfte von acht Kindern. Sie und Max Hellmann (Heidingsfeld 8.7.1853–1905 Würzburg), Inhaber der Weinhandlung J. Hellmann & Co., heirateten am 5.4.1887. Sie bekamen drei Söhne: 1. Otto, der bereits 1923 nach Argentinien emigrierte, 2. Richard (* 22.6.1890 Würzburg), der sich katholisch taufen ließ, bevor er und Thea Sauter (kath.) 1923 heirateten. Ihre Tochter Margot Lisbeth wurde am 10.6.1929 geboren, Sohn Rainer 1931. Der 3. Sohn Ernst Sigmund floh 1933/34 nach Argentinien, nachdem er einen Streit mit dem örtlichen Gauleiter hatte. Betty Hellmann zog nach dem Tod ihres Mannes 1905 wieder nach Fürth. Als Sohn Richard am 17.1.1937 nach Luxemburg zog, ging sie mit dorthin. Sie wohnte dort anfangs in einem noblen Hotel. Nach dem Einfall der Nazis am 10.5.1940 wurde Richards Ehe unter Zwang geschieden. Er und Betty versuchten vergeblich, in die USA zu fliehen, doch sie wurden 1942 ins ehemalige Kloster Fünfbrunnen in Trois Vierges gebracht, das nun als Gestapo-Gefängnis diente. Frau Hellmann verweigerte dort Essen und Trinken, sie starb nach zwei Monaten an Entkräftung. Richard wurde am 29.7.1942 nach Theresienstadt, von dort am 28.9.1944 nach Auschwitz deportiert, er wurde später für tot erklärt. – Im Februar 2013 neu aufgenommen, noch nicht auf den Gedenktafeln hinzugefügt.
Status: Shoah-Opfer
Quellen: Fürth, Standesamt: Geburtsregister. - https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/ (nicht genannt). - pers. Mitt. Robert Ruija (Enkel von Richard Hellmann).
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Familienname: Heymann  הימן
Mädchenname Feistmann
Vornamen: Ida  אידה
Geboren: 10.2.1855 Fürth
Vater: Moritz Moses [AF w938]  משה מוריץ
Mutter: Emilie, geb. Cohn [AF w937]  אמיליה
Ehepartner: Benno Baruch  ברוך בנו
Wohnung: Weinstr. 301c (1855, 1859), Lerchenstr. 44 = Gebhardtstr. 44 (1875); Augsburg, Kaiserstr. 49 (1939, 1942)
Gestorben: 5.8.1942 in ihrer Wohnung = 22. Av 702  כ״ב אב תש״ב
Todesursache: Suizid
Biographisches: Der Vater (Sulzbach 18.12.1818–5.6.1891 Fürth) war 1859 als Kaufmann Teilhaber der Kaffeesurrogatfabrik Julius Cohn. Er war auch 1876–1881 Magistratsrat und 1885 Vorstand der hiesigen Kultusgemeinde. Die Mutter (Fürth 3.8.1831–18.5.1895 Nürnberg) zog als Witwe im Oktober 1891 nach Nürnberg. Ida und Benno Heymann (22.12.1848–22.1.1900) heirateten am 23.5.1875. Ida lebte 1942 zusammen mit ihren Schwestern Clementine Heymann und Bertha Dessauer. Nachdem Bertha am 28.7.1942 vor der drohenden Deportation ihr Leben selbst beendet hatte, folgten auf gleiche Weise Ida am 5.8. und Clementine am 12.8. Ida Heymann wurde im jüdischen Friedhof Augsburg [370] bestattet. – Im Dezember 2010 neu aufgenommen, noch nicht auf den Gedenktafeln hinzugefügt.
Status: Shoah-Opfer
Quellen: Nürnberg, Staatsarchiv: Geburtsregister. - Fürth, Standesamt: Heiratsregister. – Stuttgart, Standesamt: Sterberegister 1942.410. - https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/ (fälschlich * 11.1.1885). - pers. Mitt. Rolf Hofmann, Stuttgart. - http://www.yadvashem.org/wps/PA The Central Database of Shoah Victims’ Names: Gedenkblatt von Großneffen Ernst Tuchmann, New York.
Perma-Link: Permalink kopieren https://juedisch-in-fuerth.repositorium.gf-franken.de/de/personen.html?permaLink=fue01124


Familienname: Jacobi  יעקובי
Vornamen: Alfred  אלפרד
Geboren: 2.2.1882 Posen/Polen
Vater: Michael  מיכאל
Mutter: Adeline, geb. Morvitz  אדלינה
Ehepartner: Kehla, geb. Ellinger  קלה
Wohnung: Posen (1882); Berlin, Linienstr. 199 (1921, 1933); Ottostr. 17 (1936, 1938); Utrecht, Hartingstraat 2 (Niederlande) (1938, 1942).
Deportiert: 4.9.1942 Auschwitz
Gestorben: 7.9.1942 Auschwitz = 25. Elul 702  כ״ה אלול תש״ב
Biographisches: Alfred Jacobi war Commis, Buchhalter und Schächter, als er einige Tage vor der Heirat am 29.8.1921 nach Fürth kam. Danach lebte das Paar bis 1933 in Berlin, wo auch die Kinder geboren wurden. Vor dem Spätsommer 1938 floh Herr Jacobi von Fürth in die Niederlande. – Im August 2019 neu aufgenommen, noch nicht auf den Gedenktafeln hinzugefügt.
Status: Shoah-Opfer
Quellen: Fürth, Stadtarchiv: Familienbogen. - https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/ (gest. - nicht für tot erklärt).
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Familienname: Levi  לוי
Mädchenname Fay
Vornamen: Olga  אולגה
Geboren: 15.6.1885 Fürth
Vater: Moritz Ferdinand  מוריץ פרדיננד
Mutter: Clara, geb. Hahn  קלרה
Familienstand: Witwe? geschieden?
Wohnung: Friedrichstr. 21 (1885); Nürnberg (1886, 1898); Nürnberger Str. 5 (1899, 1902); Offenbach (1915); Nürnberg, Kressenstr. 1; Berlin-Frohnau (1943)
Deportiert: 6.3.1943 Auschwitz – verschollen
Biographisches: Der Vater (* 7.9.1845 Wiesbaden) war Hopfenhändler, die Mutter (Frankfurt 11.6.1861–21.6.1894 Nürnberg) war berufslos. Die Familie lebte vom 20.7.1871–30.3.1886 in Fürth. Olga Fay wohnte vom 17.11.1899–11.7.1902 bei Frau Frisch, der Vorsteherin der „Höheren Töchteranstalt“. 1916 heiratete sie (nicht in Fürth) Herrn Levi, wurde von Berlin ohne Ehemann deportiert. – Im September 2012 neu aufgenommen, noch nicht auf den Gedenktafeln hinzugefügt.
Status: Shoah-Opfer
Quellen: Fürth, Standesamt: Geburtsregister. - Fürth, Stadtarchiv: Adressbuch. 1899. - Fürth, Stadtarchiv: Familienbogen Fay. - pers. Mitt. Dr. Martin Schramm 2012. - GB 2012. - https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/.
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Familienname: Müller  מילר
Vornamen: Netta Sofie  נטה סופי
Geboren: 10.12.1923 Fürth
Vater: Samuel  שמואל
Mutter: Chaja, geb. Weinreb  חיה
Familienstand: ledig
Wohnung: Leipzig, Humboldtstr. 25 (1925); Luisenstr. 4 I b. Weinreb (1925)
Abgeschoben: 1938/39 Bentschen – verschollen
Biographisches: Der Vater (* 23.3.1897 Komorowiel/Bez. Biala) war Kaufmann. Er und Chaja Weinreb (* 30.5.1903 Erfurt) heirateten am 21.12.1922 in Leipzig. Das Paar mit polnischer Staatsbürgerschaft wohnte danach in Fürth bei Chajas Eltern, dem Rohproduktenhändler Abraham Weinreb und seiner Frau Hinde. Hier wurde Netta Sofie geboren. Nachdem die Stadt Samuel Müller aufforderte, sich bis spätestens 10.10.1923 zu entfernen, zog das Paar am 5.4.1924 nach Leipzig, Samuel wurde am 24.6.1924 zur Verhaftung ausgeschrieben. Trotzdem kam Sohn Leopold 1925 noch hier zur Welt, der „Bilder- u. Warenvertrieb Samuel Müller“, Mathildenstraße 20, war 1926 unter dem neuen Inhaber Albert Häusermann registriert. – Im Mai 2020 neu aufgenommen, noch nicht auf den Gedenktafeln hinzugefügt.
Status: Shoah-Opfer
Quellen: Fürth, Standesamt: Geburtsregister 1923.1141. - Fürth, Stadtarchiv: Familienbogen (Eltern). - Fürth, Stadtarchiv: Adressbuch 1921 (Weinreb), 1926 (Geschäft). - https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/ (nach Bentschen ohne Datum)).
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Familienname: Müller  מילר
Vornamen: Leopold „Leo“  לאופולד לאו
Geboren: 28.4.1925 Fürth
Vater: Samuel  שמואל
Mutter: Chaja, geb. Weinreb  חיה
Wohnung: Nürnberg, Klarag. 20 (1925); Luisenstr. 4 I b. Weinreb (1925)
Abgeschoben: 1938/39 Bentschen – verschollen
Biographisches: Der Vater (* 23.3.1897 Komorowiel/Bez. Biala) war Kaufmann. Er und Chaja Weinreb (* 30.5.1903 Erfurt) heirateten am 21.12.1922 in Leipzig. Das Paar mit polnischer Staatsbürgerschaft wohnte danach in Fürth bei Chajas Eltern, dem Rohproduktenhändler Abraham Weinreb und seiner Frau Hinde. Hier wurde ihre Tochter Netta Sofie (* 10.12.1923) geboren. Nachdem die Stadt Samuel Müller aufforderte, sich bis spätestens 10.10.1923 zu entfernen, zog das Paar am 5.4.1924 nach Leipzig, Samuel wurde am 24.6.1924 zur Verhaftung ausgeschrieben. Trotzdem kam Leopold danach noch hier zur Welt, der „Bilder- u. Warenvertrieb Samuel Müller“, Mathildenstraße 20, war 1926 unter dem neuen Inhaber Albert Häusermann registriert. – Im Mai 2020 neu aufgenommen, noch nicht auf den Gedenktafeln hinzugefügt.
Status: Shoah-Opfer
Quellen: Fürth, Standesamt: Geburtsregister 1925.462. - Fürth, Stadtarchiv: Familienbogen (Eltern). - Fürth, Stadtarchiv: Adressbuch 1921 (Weinreb), 1926 (Geschäft). - https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/ (nach Bentschen ohne Datum).
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Familienname: Oberländer  אוברלנדר
Vornamen: Wolf Benjamin  וולף בנימין
Geboren: 12.8.1887 Fürth
Vater: Bernhard Bär Baruch [AF]  ברוך בער ברנהרד
Mutter: Ernestine „Dina", geb. Sachs [AF]  ארנסטינה דינה
Familienstand: verheiratet
Wohnung: Rednitzstr. 10 (1887), Pfisterstr. 9 (1888) = 18 (1890), Blumenstr. 39 (1918); Bremen (1939); Ausland = Frankreich? (1940)
Gestorben: Konzentrationslager – verschollen  
Biographisches: Wolf war das sechste von acht Kindern des Kaufmanns Bernhard Oberländer (Fürth 10.6.1852–21.12.1890 Fürth) und seiner Frau (Maroldsweisach 11.12.1855–24.3.1918 Fürth). Er zog nach dem Tod der Mutter weg von Fürth. Seinem Geburtseintrag ist der Zwangsvorname beigeschrieben, dass er am 10.1.1939 in Bremen geheiratet hat und ihm im Juli 1940 die deutsche Staatsangehörigkeit aberkannt wurde. Das bedeutet, er hielt sich damals im Ausland auf. Herr Oberländer wurde am 8.12.1959 vom Amtsgericht Bremen unter Nr. 1167 für tot erklärt. Auch sein Bruder Jakob starb als Opfer der Shoah. – Im Januar 2012 neu aufgenommen, noch nicht auf den Gedenktafeln hinzugefügt.
Status: Shoah-Opfer
Quellen: Fürth, Standesamt: Geburtsregister. - Bremen, Standesamt: Heiratsregister 1939.70. - joodsmonument.nl (nicht genannt). - https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/ (nicht genannt).
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Familienname: Oppenheim  אופנהיים
Vornamen: Walter Hugo Hirsch  הירש הוגו ולטר
Geboren: 8.12.1893 Fürth
Vater: Hugo Hirsch  הירש הוגו
Mutter: Emma, geb. Rosenthal [NF XIVa.65]  אמה
Wohnung: Königswarterstr. 6 (1893), Königswarterstr. 54 (1901, 1903), Gebhardtstr. 5 (1916, 1921); Berlin (1921); Belgien
Deportiert: Drancy; 9.9.1942 Auschwitz – verschollen
Biographisches: Der Vater (* in Potsdam) war Bankier, er wurde am 9.7.1893 in Berlin tot aufgefunden. Die verwitwete Mutter (Fürth 20.11.1867–12.6.1942 Fürth) kam vor der Geburt ihres Sohnes zurück nach Fürth. Walter rückte am 11.4.1916 zum Militär ein. Er meldete sich am 11.2.1921 nach Berlin ab. Von dort floh er nach Belgien. – Im August 2019 neu aufgenommen, noch nicht auf den Gedenktafeln hinzugefügt.
Status: Shoah-Opfer
Quellen: Fürth, Stadtarchiv: Familienbogen (Eltern). – Boykottliste in Fürther Anzeiger vom 31.3.1933 (nicht genannt). - https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/.
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Familienname: Pohly  פולי
Mädchenname Leopold
Vornamen: Regina  רגינה
Geboren: 14.1.1887 Fürth
Vater: Karl Koppel [NF III.258]  קופל קרל
Mutter: Rosa, geb. Kupfermann [NF III.257]  רוזה
Ehepartner: Alfred?  אלפרד?
Wohnung: Königstr. 55 (1887) = 112 (1890), Theaterstr. 11 (1891), Moststr. 9 (1898, 1901), Hirschenstr. 21 (1902), Alexanderstr. 1 (1905, 1914), Königstr. 102 (1917); Wolfenbüttel (1918, 1942)
Deportiert: 31.3.1942 Ghetto Warschau – verschollen
Biographisches: Der Vater (Barchfeld 8.9.1851–10.8.1921 Fürth) war Sattler und Tapezierer, die Mutter (Kairlindach 13.9.1849–21.3.1917 Fürth) war Witwe, als sie ihn 1881 heiratete. Regina lebte 1917 noch als ledige Kontoristin in Fürth. Am selben Tag wie sie wurde aus Wolfenbüttel auch Alfred Pohly (* 30.7.1880 Seesen) ins Warschauer Ghetto deportiert, der vermutlich ihr Ehemann war. – Im August 2019 neu aufgenommen, noch nicht auf den Gedenktafeln hinzugefügt.
Status: Shoah-Opfer
Quellen: Fürth, Standesamt: Geburtsregister. - https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/ (fälschlich * 20.1.1887).
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Familienname: Rosenberg  רוזנרג
Mädchenname Gottlieb
Vornamen: Rosa  רוזה
Geboren: 16.10.1890 Fürth
Vater: Samuel  שמואל
Mutter: Fanny, geb. Schuhmann  פני
Wohnung: Blumenstr. 2 (1890), Hirschenstr. 23p (1892, 1907); Düsseldorf (1907); Dortmund (1942)
Deportiert: 30.4.1942 Ghetto Zamosc – verschollen
Biographisches: Der Vater, Metzgermeister Samuel Gottlieb (* 4.6.1864 Neustadt b. Fulda/Hessen) betrieb seit seinem Zuzug am 4.9.1889 hier Handel mit Charkuteriewaren im Laden Blumenstraße 2, ab 1893 Blumenstraße 6. Er heiratete am 2.12.1889 Fanny Schuhmann (* 3.4.1867 Fürth), deren Vater fast 40 Jahre Pedell der Isr. Bürgerschule Fürth war. Das Ehepaar Gottlieb bekam sieben Kinder in Fürth. Rosa arbeitete seit 20.2.1905 als „Comptoristin“ bei Birnbaum & Rehbock, Mathildenstraße 20, seit 2.4.1907 bei Bermanns Nachf. am Kohlenmarkt 1 und wohnte weiterhin bei den Eltern. Am 25.12.1907 meldete sie sich ledig nach Düsseldorf ab. Die Familie Gottlieb meldete sich am 16.1.1909 nach Nürnberg, am 20.6.1916 nach Düsseldorf ab. Frau Rosenbergs Geburtseintrag wurde der Zwangsvorname beigeschrieben und am 24.5.1946 wieder für unwirksam erklärt. – Im Mai 2020 neu aufgenommen, noch nicht auf den Gedenktafeln hinzugefügt.
Status: Shoah-Opfer
Quellen: https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/. – AF: Großvater Löb Schuhmann (5.1.1834-17.8.1912). - Fürth, Standesamt: Geburtsregister. - Fürth, Stadtarchiv: Familienbogen (Gottlieb).
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Familienname: Sahlmann  זלמן
Vornamen: Kurt  קורט
Geboren: 10.1.1886 Fürth
Vater: Anton Aaron [NF III.23]  אהרון אנטון
Mutter: Flora Marie, geb. Klein [NF III.24]  פלורה מרי
Ehepartner: Ida, geb. Wingelsdorf  
Wohnung: Gebhardtstr. 6 (1886) = Bahnhofpl. 4 I (1938); Klein-Machnow (1938); Berlin-Charlottenburg (1941); Ausland (1941)
Deportiert: unbekannt – verschollen
Biographisches: Kurt war das jüngste der 12 Kinder des Hopfengroßhändlers Anton Sahlmann (Burghaslach 28.2.1834–14.6.1909 Fürth) und seiner 2. Frau (Mainz 22.11.1850–25.2.1919 Bad Homburg). Kurt Sahlmann studierte Philosophie, war dann Kaufmann und kaufm. Direktor, seit 14.6.1909 Teilhaber der väterlichen Hopfengroßhandlung am Bahnhofpl atz 4. Am 1.1.1911 erhielt er Bürgerrecht in Fürth. Vom 12.9.1919–12.12.1925 war Herr Sahlmann Teilhaber der Firma Winnex? Wimex? Er und Ida Wingelsdorf (* 13.11.1902 Großkrotzenburg, nichtjüdisch) heirateten am 25.8.1934, das Paar zog am 1.3.1938 nach Klein-Machnow. Sie müssen Deutschland verlassen haben, denn dem Familienbogen wurde am 16.9.1941 beigeschrieben: „Kurt Israel Sahlmann, sowie seine Ehefrau Ida Alma, geb. Wingelsdorf, wurden auf Grund des § 2 des Gesetzes über den Widerruf von Einbürgerungen u. die Aberkennung der deutschen Staatsangehörigkeit v. 14.7.1933 (RGBl.I S. 480 ff.) dch. Bek. D. RMdI. V. 27.8.1941 veröffentlicht in der Nr. 202 des Deutschen Reichs- u. Preuß. Staatsanzeigers v. 30.8.1941 – der deutschen Staatsangehörigkeit für verlustig erklärt". Kurt Sahlmann wurde für tot erklärt, seine Frau hat vermutlich überlebt. – Im August 2019 neu aufgenommen, noch nicht auf den Gedenktafeln hinzugefügt.
Status: Shoah-Opfer
Quellen: Fürth, Standesamt: Geburtsregister. - Fürth, Stadtarchiv: Familienbogen. - Fürth, Stadtarchiv AGr 1/138: Verzeichnis der 1938 noch in Fürth ansässig gewesenen Juden (erstellt 1947). - https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/.
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Familienname: Schacht  שכט
Mädchenname Gruber/Schacht
Vornamen: Rosa  רוזה
Geboren: 12.3.1886 Fürth
Vater: Leonhard „Leon“ Löb Schacht  לייב לאונהרד
Mutter: Karoline, geb. Gruber  קרולינה
Familienstand: ledig
Wohnung: Wasserg. 22 (1886); Liegnitz (1942)
Deportiert: 3.5.1942 Lublin – verschollen
Biographisches: Der „Zimmermaler“ Leon Schacht (* 12.5.1853 Varsorie/Frankreich) meldete Rosa nach ihrer Geburt als sein Kind und das seiner Ehefrau Karoline an. Am 28.8.1914 wurde beigeschrieben: „Auf Anordnung desr kgl. Amtsgerichts Fürth wird berichtigend vermerkt, dass der Anzeigende richtig Leib Blauer hieß, mit der Kindsmutter nicht verheiratet war und das Kind von der ledigen ledigen Haushälterin Karoline Gruber geboren ist.“ Am 14.2.1916 wurde ergänzt: „Durch allerhöchste Entschließung vom 13.1.1916 ist genehmigt worden, dass die nebenbezeichnete Rosa Gruber, als auch deren Mutter, die ledige Haushälterin Karoline Gruber den Familiennamen Schacht annehmen und fortan führen.“ Malergeselle Leonhard Schacht (* 12.5.1853 Varsorie/Frankreich) und Karoline Gruber (* 14.2.1850 Steppach bei Augsburg) zogen mit der gemeinsamen Tochter Sofie (* 15.6.1883) am 16.6.1885 nach Fürth, wo sie heirateten und Rosa geboren wurde. Nur wenige Monate später, am 5.12.1886 meldeten sie sich von hier wieder ab. Nach Rosas Erklärung vom 29.12.1938 wurde der Zwangsvorname eingetragen, was am 23.5.1946 als unwirksam erklärt wurde. – Im Mai 2020 neu aufgenommen, noch nicht auf den Gedenktafeln hinzugefügt.
Status: Shoah-Opfer
Quellen: https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/. - Fürth, Standesamt: Geburtsregister (Rosa Gruber/Schacht). - Fürth, Stadtarchiv: Familienbogen (Leonhardt Schacht u. Ehefrau).
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Familienname: Schirn  שירן
Mädchenname Schächter
Vornamen: Hanna Chana  חנה
Geboren: 14.4.1870 Kolomea/Galizien (jetzt Ukraine)
Vater: Samuel „Schmuel“  שמואל
Mutter: Jenny Schöndel, geb. Keßler [NF I.75]  שיינדל ז׳ני
Ehepartner: Josef [NF VII.151-152]  יוסף
Wohnung: Kolomea (1870, 1898); Mathildenstr. 16 (1915, 1936), Maxstr. 20 (1938)
Abgeschoben: 3.12.1938 Polen – verschollen
Biographisches: Der Vater starb 1894 in Kolomea. Eva Schächter und Josef Schirn (Kossow/Galizien 6.10.1870–8.1.1936 Fürth) heirateten dort am 3.6.1898. Das Paar mit polnischer Staatsbürgerschaft kam am 29.3.1915 nach Fürth, auch Frau Schirns Mutter (Kolomea 07.1846–14.12.1921 Fürth) zog hierher. Hanna Schirn wurde abgeschoben, das für sie reservierte Grab neben dem ihres Mannes blieb leer. Auch ihre Schwester Fanny Steinwell wurde ein Opfer der Shoah. – Im August 2019 neu aufgenommen, noch nicht auf den Gedenktafeln hinzugefügt.
Status: Shoah-Opfer
Quellen: Fürth, Stadtarchiv Familienbogen (Heirat in Kolomea). - Fürth, Stadtarchiv Aktengruppe Fürth, Stadtarchiv AGr 1/138: Verzeichnis der 1938 noch in Fürth ansässig gewesenen Juden (erstellt 1947: Schirn Chave). - Fürth, Stadtarchiv: Listen des Einwohnermeldeamts Fürth über in Fürth ansässige Juden mit ausländischer Staatsangehörigkeit (Schira Chana, unbekannt wohin). - https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/ (nicht genannt).
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Familienname: Schwarz  שוורץ
Vornamen: Max  מקס
Geboren: 4.1.1872 Fürth
Vater: Isaak [AF b147]  יצחק
Mutter: Jeanette, geb. Lemberger [AF]  ז׳אנטה
Ehepartner: Karoline, geb. Schuhmann  קרולינה
Wohnung: Königstr. 17 (1873, 1887), Nürnberger Str. 43 (1898); Düsseldorf (1941), Grupellostr. 29 (1942)
Deportiert: 21.7.1942 Theresienstadt
Gestorben: 17.1.1943 Theresienstadt = 11. Shevat 703  י״א שבט תש״ג
Todesursache: Herzmuskelentartung (myodegeneratio cordis)
Biographisches: Max war ein Sohn des Landesproduktenhändlers Isaak Schwarz (Dietenhofen 28.6.1832–2.2.1887 Fürth, ertrunken in der Rednitz) und seiner Frau (Bechhofen 25.6.1844–28.11.1873 Fürth), d.h. er wurde mit 15 Jahren Vollwaise. Er war Handllungsreisender, als er am 1.8.1898 Karoline Schuhmann (Fürth 27.9.1873–13.5.1941 Düsseldorf) heiratete. Karolines Vater Löb Schuhmann war fast 40 Jahre lang Pedell der Isr. Bürgerschule Fürth. Auch das junge Paar lebte anfangs hier. Max Schwarz wurde mit Transport VII/1 Zug DA 70 unter der Nummer 840 von Düsseldorf deportiert. Der Verstorbene soll am 19.1.1943 um 15.00 Uhr bestattet worden sein. – Im August 2011 neu aufgenommen, noch nicht auf den Gedenktafeln hinzugefügt.
Status: Shoah-Opfer
Quellen: Nürnberg, Staatsarchiv: Geburtsregister. - Fürth, Standesamt: Heiratsregister. - GB 2011. - http://www.yadvashem.org/wps/PA The Central Database of Shoah Victims’ Names. - Terezin http://www.holocaust.cz/cz/: Todesfallanzeige. - https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/ (fälschlich Schwartz).
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