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1 Einträge gefunden (Datenstand: 2025-06-30 16:05:00)

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Familienname: Erlenbach  ארלנבך
Mädchenname Hummel
Vornamen: Adele  אדלה
Geboren: 23.11.1873 Fürth
Vater: Simon [AF s006]  שמעון
Mutter: Betty, geb. Schweizer [AF s006]  בטי
Ehepartner: Arnold [NF III.269-270]  ארנולד
Wohnung: Hirschenstr. 29 (1873) = 16 (1900), Rosenstr. 11 (1901, 1938); Mailand (1938); Belgien; Frankreich (1944)
Deportiert: Drancy; 31.7.1944 Auschwitz – verschollen
Biographisches: Adeles mütterlicher Großvater Abraham Schweizer brachte die Stahlbrillenfabrikation nach Fürth, der Vater (Buttenwiesen 25.11.1834–3.8.1901 Bad Reichenhall) und nach ihm die Mutter (Fürth 23.8.1843–26.7.1905 Fürth) führten seine Firma weiter. Adele heiratete 1900 den Kaufmann, Feingold- und Blattmetallfabrikanten Arnold Erlenbach (Fürth 4.3.1868–6.7.1917 Fürth). Dem Ehepaar wurden die Söhne Ludwig (19.3.1901–23.4.1901) und Stefan (* 19.8.1902) geboren. Frau Erlenbach bat um Passausstellung, um an der Hochzeit ihres Neffen Sidney Hummel am 16.9.1937 in London teilnehmen zu können. Sidney war der Sohn ihres Bruders Moritz, der völlig taub mit seiner Frau in London lebte. Am 26.8.1938 meldete Adele Erlenbach sich nach Mailand ab, nachdem sie „Sicherheit für die später fällig werdende Reichsfluchtsteuer geleistet" hatte. Im November 1938 lebte sie mit ihrer Schwester Sigmunde Wulff in Meran, ihr Sohn Stefan wohnte 1936 noch bei ihr, meldete sich als kaufmännischer Angestellter am 26.8.1938 nach Italien ab, lebte dann aber in Zürich, Schmelzbergstraße 22. Adele Erlenbach zog von Italien nach Belgien und Frankreich, sie wurde von Drancy mit Transport Nr. 77 nach Auschwitz deportiert. Das für sie reservierte Grab neben dem ihres Mannes blieb leer. Auch ihre Schwester Sigmunde Wulff wurde ein Opfer der Shoah.
Status: Shoah-Opfer
Quellen: Nürnberg, Staatsarchiv: Geburtsregister. - Fürth, Standesamt: Heiratsregister. - Fürth, Stadtarchiv: Familienbogen. - Fürth, Stadtarchiv: Meldekartei der jüdischen Einwohner (1924 separiert). - Fürth, Stadtarchiv AGr 1/138: Verzeichnis der 1938 noch in Fürth ansässig gewesenen Juden (erstellt 1947: auch Stefan). - Fürth, Stadtarchiv: Liste der Gestapo über die Fürther Juden. - Nürnberg, Staatsarchiv Rep. 218/3: Polizeipräsidium Mittelfranken, Polizeiamt Fürth, Nr. 183. - Fürther Heimatblätter 1988. - Archiv des Staatlichen Museums Auschwitz, Birkenau, Oswiecim. - https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/ (ohne Mädchenname, Emigration nach Belgien und Frankreich). - pers. Mitt. Carl Bergmann.
Perma-Link: Permalink kopieren https://juedisch-in-fuerth.repositorium.gf-franken.de/de/personen.html?permaLink=fue00188


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